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Yasuaki Kitagawa – inside-out redrawing

Durch aufwändige Eingriffe in die Architektur des Galerieraums erweckt der  Städelschulabsolvent den Eindruck einer räumlichen Umstülpung, die ungeahnte Seherfahrungen ermöglicht und das Blickfeld über die Grenzen des Raums erweitert.

In ihrem Beitrag zu dem zur Ausstellung erscheinenden Katalog schreibt die Kunstgeschichtlerin Dr. Miya Yoshida: „Basierend auf seinen Beobachtungen des alltäglichen Lebens hinterfragt der Künstler die Auswirkungen von Reflektion, Repetition und Intervention diesseits und jenseits allen Kalküls. Vor allem seine ortsspezifischen Installationen … manipulieren auf subtile Art unsere Wahrnehmung, um sowohl das Sehen wie auch das Sein an sich zu hinterfragen.“

Yasuaki Kitagawa, geboren 1968 in Tokio, schloss 2011 sein Studium an der Städelschule als Meisterschüler bei Prof. Tobias Rehberger ab, nachdem er zunächst Philosophie in Münster und Leipzig und Kunst an der Kunsthochschule Kassel studiert hatte.
2008 wurde er mit dem Escultura Reciclarte Award der Casa Colón in Huelva (Spanien) ausgezeichnet, 2011 stellte er skulpturale Arbeiten in der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen aus und 2012 nahm er an der Fukushima Contemporary Art Biennale teil. Im Schuljahr  2011/12 arbeitete Yasuaki Kitagawa als 1822-Schulkünstler der Stiftung der Frankfurter Sparkasse. 2014 ermöglichte ihm das Kulturamt der Stadt Frankfurt einen dreimonatigen Arbeitsaufenthalt als Artist in Residence in Seoul.
Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Das 1822-Forum präsentiert als nichtkommerzielle Galerie junge Kunst von Künstlerinnen und Künstlern mit besonders großem künstlerischen Potential.
Neben der Ausstellung unter professionellen Bedingungen umfasst die Förderung durch die Stiftung der Frankfurter Sparkasse auch die Finanzierung eines Katalogs sowie die umfassende Vermittlung der ausgestellten Werke an die Besucher und die Medien.